Carl Philipp Emanuel Bach

Carl Philipp Emanuel Bach (geb. 8.3.1714 in Weimar; gest. 14.12.1788 in Hamburg), der zweitälteste Sohn Johann Sebastian Bachs, kam 1738 an den Hof Friedrichs. Er war als Cembalist angestellt und hauptsächlich dafür zuständig, das Flötenspiel des Kronprinzen und späteren Preußenkönigs zu begleiten. Eine Aufgabe, bei der Fingerspitzengefühl gefragt war. Denn dem Flötisten Friedrich eilte der Ruf voraus, dass er bei schnellen Sätzen zu eigenwilligen Interpretationen und insbesondere zu starken Temposchwankungen neigte.
Carl Philipp Emanuel Bach blieb fast 3 Jahrzehnte am Hofe des Preußenkönigs. Doch so richtig glücklich wurde er dort nie. Denn Friedrich schätzte ihn zwar als versierten Begleiter, nicht jedoch als Komponisten. Da lagen andere in der königlichen Gunst eindeutig vorne, namentlich Johann Joachim Quanz oder Carl Heinrich Graun. Und verdienten mehr das zehnfache dessen, was Carl Philipp Emanuel Bach als Salär erhielt.

Bach bewarb sich mehrmals vergeblich vom Hofe Friedrichs weg, doch erst 1767, als er schon gar nicht mehr damit rechnete, klappte es mit dem Wechsel: Carl Philipp Emanuel Bach wurde zum Musikdirektor aller 5 Hauptkirchen Hamburgs und damit direkter Nachfolger seines berühmten Patenonkels Georg Philipp Telemann. In seiner Hamburger Zeit fand Carl Philipp Emanuel Bach endlich die Anerkennung, die er zuvor so schmerzlich vermisst hatte.


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