Wilhelmine von Bayreuth

Wilhelmine von Bayreuth (3.7.1709 in Potsdam; gest. 14.10.1758 in Bayreuth), war die Lieblingsschwester Friedrichs und diesem in besonderer Weise verbunden. „Nie haben sich Geschwister so zärtlich geliebt“, schrieb sie später in ihren Memoiren.
Beide waren sie von Kindesbeinen an den Künsten zugetan, und beide litten sie sehr unter ihrem Vater, den sie als tyrannisch und gefühlslos verabscheuten. Wilhelmine wusste, dass ihr Bruder es nicht länger aushielt und außer Landes fliehen wollte. Als die Sache aufflog, wurde sie als Mitwisserin in strenge Festungshaft genommen.

1732 verheiratete sie ihr Vater gegen ihren Willen mit Friedrich von Bayreuth. Der Umzug fiel Wilhelmine schwer, denn kulturell gesehen war Bayreuth zu dieser Zeit finsterste Provinz. Doch Wilhelmine tat alles um dies zu ändern. Sie scharte gute Musiker um sich und ließ Opern, szenische Kantaten sowie Kammermusik aufführen. Auf ihre Inititative hin entstanden außerdem prächtige Gebäude, darunter ein geräumiges Theaters.
Wilhelmine war auch selbst künstlerisch tätig, und dies in vielfältiger Weise. Sie spielte Cembalo und Laute, schrieb Operntexte und komponierte auf beachtlichem Niveau: Sonaten, Konzerte und sogar Opern, darunter „Argenore“ (1740).


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